Landwirtschaft stark von Klimawandel bedroht

Durch den vom Menschen verursachten Klimawandel haben sich Wetterextreme verschlimmert und werden in Zukunft häufiger, länger und intensiver auftreten. Besonders bedroht ist die Landwirtschaft.

Die Süd-/Oststeiermark ist eine der am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffenen Regionen in Europa. Mit einer Zunahme der jährlichen Durchschnittstemperatur von 1,5° C weist unsere Region bereits eine mehr als doppelt so hohe Erwärmungsrate gegenüber dem globalen Durchschnitt auf. Generell wird es bei uns im Sommer trockener und heißer. Wir zählen zukünftig zur heißesten Region Österreichs. Es besteht eine große Gefahr durch sommerliche Überhitzung für Pflanzen und Tiere. Unsere Landwirtschaft ist daher eines der größten Klimaopfer. Die Erträge der Landwirtschaft sind zu 80 % vom Wetter abhängig. Da Dürre- und Überschwemmungsschäden in Zukunft öfter, intensiver und großflächiger auftreten werden, muss sich die Landwirtschaft an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen. Dazu findet im Moment ein Pilotprojekt im Stiefingtal statt, in welchem folgende Anpassungsmaßnahmen in den nächsten 2 Jahren umgesetzt werden:

  1. Schutzmaßnahmenbündel in der Vegetation gegen Trockenheit, Wind und Bodenerosion
  2. Bündel an Anpassungsmaßnahmen zur Tiergesundheitsförderung durch sommerliche Überhitzung
  3. Maßnahmenbündel hinsichtlich einer Stärkung und eines Ausbaus der regionalen Biodiversität
  4. Minimierung der Schädlinge und Neophyten (insbesondere von wärmeliebenden Schädlingen, wie z.B. Nacktschnecken, Maiswurzelbohrer oder Traubenkirschen-Gespinstmotten)
  5. Durchführen einer Bepflanzungsaktion von klimafitten Obst- und Waldbäumen (Wildobstsorten, Eiben, Speierling, Elsbeere etc.) zur Schaffung von klimaangepassten Mischwäldern sowie von Schatten-Bäumen
  6. Klimafit-Beratung für ForstwirtInnen